BRAZILIAN JIU-JITSU (BJJ) wurde 1925 von den Brüdern Carlos und Hélio Gracie aus dem japanischen Kano Jiu-Jitsu (dem heutigen Judo) entwickelt. Es ist auf den Bodenkampf spezialisiert und gilt in dem Bereich als das Beste überhaupt.
Heute ist BJJ fester Bestandteil des MMA sowie vieler polizeilicher und militärischer Nahkampfprogramme, wie Modern Army Combatives Program (MACP), Special Operations Combatives Program (SOCP) u.v.m. Auch das KSK (Kommando Spezialkräfte) der Bundeswehr trainiert BJJ, allerdings nicht die Sportversion.
Ganz einfach! Es existieren heute verschiedene BJJ-Ausrichtungen.
- Sport-BJJ
Bodenkampf mit Aufgabegriffen (Hebel, Würgetechniken). Athletik (Kraft, Schnelligkeit) und Flexibilität (Beweglichkeit) sind wichtige Attribute. Schläge, Tritte, Knie, Ellenbogen, Kopfstöße, Beißen, Messer, etc. werden nicht berücksichtigt, daher ist es zur Selbstverteidigung eher ungeeignet.
- BJJ für MMA
Bodenkampf mit Aufgabegriffen (Hebel, Würgetechniken), Schlägen, Tritten, Knie und Ellenbogen. Athletik (Kraft, Schnelligkeit) und Flexibilität (Beweglichkeit) sind wichtige Attribute. Kopfstöße, Beißen, Messer, etc. werden nicht berücksichtigt, deshalb ist es zur Selbstverteidigung bedingt geeignet.
- Self-Defense-BJJ
Bodenkampf mit Aufgabegriffen (Hebel, Würgetechniken), Schläge, Tritte, Knie, Ellenbogen, Kopfstöße, Beißen, Waffen (Messer) etc. werden in vollem Umfang trainiert bzw. berücksichtigt. Technisch wird im Self-Defense-BJJ alles ausgeschlossen, was sich auf Größe und Athletik, also auf Kraft, Schnelligkeit oder Beweglichkeit stützt. Das macht natürlich Sinn, wenn man lernen möchte, sich gegen einen größeren, schwereren, schnelleren, beweglicheren und/oder stärkeren „Gegner“ am Boden zu verteidigen. Perfekt zur Selbstverteidigung geeignet. Wir bei ALPHA trainieren Self-Defense-BJJ.